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Monitoring Gwattlischenmoos Sommer & Herbst 2025
Afficher la carte sur Google MapsDie meisten Besucher nehmen im Gwattlischenmoos vor allem die Vögel wahr. Es gibt jedoch vieles mehr, dass dort seinen Lebensraum hat. Im Sommer und Herbst 2025 wurden je ein Monitoring für Spitzmäuse bzw. für Köcher-, Stein- und Eintagsfliegen durchgeführt. Heute werden uns die Resultate der beiden Untersuchungen präsentiert.

Teil 1 - Referent: Adrian Dietrich, Msc Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Vorstandsmitglied und Projektleiter bei Minimus – Verein zur Erforschung und Förderung der kleinen Säugetiere.
Der Vortrag gibt eine kurze Einführung in die Gruppe der Kleinsäuger (Ordnungen Rodentia und Eulipotyphla), welche mit rund 30 Arten ein Drittel aller in der Schweiz nachgewiesenen Säugetierarten umfasst. Anschliessend werden die methodischen Probleme beim Nachweis dieser sehr versteckt lebenden Artengruppe besprochen und aktuell angewandte Methoden vorgestellt. Mit der neueren Methode, den Fotofallenkisten, wurde im Gwattlischenmoos nach der stark gefährdeten Sumpfspitzmaus (Neomys milleri) gesucht. Die Ergebnisse des Monitorings werden vorgestellt und in den grösseren Kontext der Suche nach der Sumpfspitzmaus im Berner Oberland gestellt.
Teil 2 - Referent: Manuel Freiburghaus, selbstständiger Biologe MSc («Bach und Flur»).
Die drei Insektenordnungen Eintags-, Stein- und Köcherfliegen werden aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber menschlichen Einflüssen häufig zur Überwachung des Gewässerzustands verwendet. Daher wurde in der Schweiz 2012 eine Rote Liste zu dieser Tiergruppe erstellt. In diesen Listen wird die Aussterbewahrscheinlichkeit von Organismen eingeschätzt und damit sind sie für den Erhalt der Biodiversität das wichtigste Vorwarnsystem. Der Kenntnisstand zu den Eintags-, Stein- und Köcherfliegen im Gebiet Thunersee war bis anhin unterdurchschnittlich. Aus diesem Grund wurde die momentan stattfindende Aktualisierung der Rote Liste dieser Tiergruppe als Anlass genommen, im Gwattlischenmoos ein Lichtfang durchzuführen. Die damit nachgewiesenen Arten unterstreichen die grosse (überregionale) Bedeutung dieses Feuchtgebiets. Im Vortrag wird einerseits vertieft auf die spannende Gruppe der Köcherfliegen eingegangen. Andererseits werden die Resultate des Lichtfangs vorgestellt.
Contenu : moyen
Interactivité : passif
Dedans/dehors : à l'intérieur
Roland Bürki
Naturwissenschaftliche Gesellschaft Thun (NGT)
3600 Thoune